Sonntag, 23. Oktober 2016

Halloween: Bloody-Bat-Dripping-Cake ♥

Servus Ragazzi!

Halloween steht vor der Tür und da hat mich wieder das Backfieber gepackt: Ich stehe ja momentan total auf Dripping-Cakes, bei denen die Glasur in dicken Tropfen vom Kuchen tropft, und das bietet sich für das Gruselfest geradezu an - bei meiner Fledermaustorte rinnen die schokoladigen Blutstropfen über die weiße Sahne.



Die Torte besteht aus drei Böden, viel Sahne, schokoladigen Fledermäusen und gefärbter Schokoglasur. Sie ist leichter gemacht, als es aussieht - wie, verrate ich euch gleich :)


Was ihr grundsätzlich braucht

Ein bisschen Zeit solltet ihr schon einplanen für dieses gruselige Schätzchen: Ich habe inklusive Back- und Kühlzeit etwa drei Stunden gebraucht, bis sie fertig war. Die Küche war danach zwar ein Chaos, weil man schon einige Arbeitsschritte hat, aber das Ergebnis ist es in jedem Fall wert!

Wenn man ein paar praktische Küchenutensilien hat, geht's einfacher. Eine drehbare Tortenplatte zum Beispiel, auf die möchte ich zum Einstreichen nicht mehr verzichten. Deshalb habe ich euch dieses  Mal auch eine Liste mit den Utensilien gemacht - die sind allerdings kein unbedingtes Muss.

Ihr braucht an Ausrüstung:
  • Drei Backformen mit 20 Zentimetern Durchmesser (meine sind von Tchibo). Eine einzelne hohe Springform tut's natürlich auch, dann müsst ihr den Boden zweimal durch schneiden.
  • Lebensmittelfarbe in rot für Schokolade. Normale Lebensmittelfarbe geht nicht, die lässt die Schokolade gerinnen.
  • Eine drehbare Tortenplatte. Keine Verrenkungen beim Einstreichen der Torte, beim Ziehen des Musters und beim Verstreichen der Glasur. Top!
  • Eine Winkelpalette zum Verstreichen der Creme und der Glasur. Ein laaaanges Messer geht auch. 
  • Backtrennspray. Meins ist von Birkmann und ich bin echt begeistert. Butter zum Einfetten der Form geht natürlich auch.
  • Gießformen für Fledermäuse.  Meine ist von Wilton.
  • Spritzbeutel und Zacken-Tülle. Die braucht ihr unbedingt für die Deko. 


Die Böden



Zuerst backt ihr die drei Böden, das geht relativ schnell. Die drei Förmchen - ich habe mir bei Tchibo so kleine Back-Näpfe ohne Springformboden gekauft - mit Backtrennspray einnebeln und leicht mehlen. Der Trick ist, die Formen im Kühlschrank kalt werden zu lassen bevor man den Teig einfüllt und backt, dann geht der Kuchen nachher noch leichter aus der Form.


Ihr braucht für die Böden:

  • 350 Gramm Mehl
  • 50 Gramm Back-Kakao
  • 160 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 160 ml Sonnenblumenöl
  • 300 ml Milch
  • 2 Eier
  • etwas Salz
  • backfeste Schokostreusel 
  • ein Glas Himbeer-Marmelade (die kommt auf die fertigen Böden)

Ofen auf 160 Grad vor heizen.
Mehl, Kakao, Salz, Schokostreusel und Backpulver mischen.
Eier mit Zucker so lange aufschlagen, bis eine dick-cremige Masse entstanden ist.
Öl hinzu gießen, Milch dazugeben und die Mehlmischung auf drei Mal portionsweise unterrühren.
Teig auf die drei Formen verteilen und auf der untersten und der mittleren Stufe (alle drei werdet ihr nicht auf einen Rost bekommen) ca 25 Minuten backen.
Auf einem Rost auskühlen lassen, aus der Form nehmen und mit der aufgebackenen Seite nach unten ganz kalt werden lassen. Die schön gerade Seite brauchen wir nachher damit die Glasur gleichmäßig wird.






Die Glasur


Ihr braucht für die Glasur:
  • 200 Gramm weiße Kuvertüre
  • rote Spezialfarbe für Schokolade
Die Restwärme des Ofens nutzen wir aus und lassen die Glasur darin schmelzen. Dafür braucht ihr 200 Gramm weiße Kuvertüre und Lebensmittelfarbe extra für Schokolade. Alle anderen lassen die Schoklade gerinnen, weil sie zu viel Wasser enthalten. Meine ist von Wilton.

In eine feuerfeste Schale gebt ihr die gehackte Schokolade und lasst alles im Ofen schmelzen.  Mit einer Gabel alles verrühren, bis eine homogene Glasur entstanden ist. Dann die Schokoladenfarbe hinzugeben und gut einrühren. Die Schale mit der Glasur lasst ihr derweil noch im leicht warmen Ofen stehen, damit sie nicht zu fest wird bis wir sie brauchen.



Die Creme



Während die Ganache im Ofen schmilzt und die Böden auskühlen, rühren wir die Creme an. 

Ihr braucht für die Creme:

  • 250 ml Rama Cremefine
  • 250 Gramm Mascarpone
  • 180 Gramm Frischkäse
  • 100 Gramm Puderzucker
  • 4 TL Sahnesteif
  • abgeriebene Schale von einer Limette 
Cremefine steif schlagen. Zucker einrieseln lassen.In einer zweiten Schüsel Mascarpone mit Frischkäse cremig rühren. Sahnesteif einrühren.
Sahne unterheben und gut vermischen.

Torte schichten


Dann stellt ihr den ersten Boden mit der geraden seite nach unten auf die drehbare Tortenplatte. Marmelade drauf streichen. Dann einen großen Klecks Creme darauf verstreichen bis über den Rand hinaus.
Nächsten Boden drauf setzen, wieder erst Marmelade, dann eine Cremeschicht verstreichen. Den letzten Boden mit der geraden Seite nach oben drauf setzen und wieder einstreichen. Hier habe ich die Marmelade weg gelassen, damit die rote Farbe sich nicht mit der weißen Creme vermischt.

Einen kleinen Teil der Creme in den Spritzbeutel füllen und in den Kühlschrank legen.

Rest der Creme großzügig auf dem Kuchen verteilen und den Rand damit einstreichen. Wenn ihr die Winkelpalette Senkrecht an der Torte ansetzt und die Platte dreht, wird der Rand schön gleichmäßig.

So kommt der Kuchen für gut eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Nach 15 Minuten die Ganache aus dem Ofen nehmen, damit sie ein bisschen andickt bis wir sie brauchen und schöner vom Kuchen läuft.



Die Blutstropfen



Jetzt kommt der allerschönste Teil des Ganzen: Die Deko und die Panscherei mit der Glasur.
Wenn die Glasur auf den kalten Kuchen fließt, erstarrt sie recht schnell. So bilden sich auch die großen Tropfen am Rand.

Glasur umrühren und gut die Hälfte auf den Kuchen kippen. Nun mit einer langen Palette die Glasur auf dem Kuchen bis über den Rand hinaus verstrechen und die Tortenplatte dabei langsam drehen. So wird's gleichmäßig. Rest der Glasur in die Mitte kippen und wieder oben glatt streichen, so legt sich eine zweite Tropfen-Schicht auf die erste.

ODER:

Erst mit einem Löffel am Rand entlang die Schokolade auftropfen und hinunter rinnen lassen. Zum Schluss das Loch oben mit der restlichen Glasur füllen. Geht auch.

Kurz im Kühlschrank erkalten lassen. Und fertig ist die blutige Zauberei.


Fledermaus-Deko

 Für die Fledermaus-Schoko-Picks braucht ihr:
  • eine Fledermaus-Gussform (meine ist von Wilton)
  • geschmolzene Schokolade
 

Die Form habe ich bei Amazon entdeckt und sofort bestellt. Ich hab ja einen kleinen Backformen-Tick (naja, eher einen wirklich ausgewachsenen...),  aber wenn ich sowas sehe kann ich nicht widerstehen ♥



150 Gramm dunkle Schokolade in einen Gefrierbeutel stecken und vier Minuten auf Stufe vier in der Mikrowelle schmelzen. Spitze abschneiden und die Förmchen füllen. Ein paarmal auf den Untergrund klopfen damit die Luftblasen rausgehen und in den Kühlschrank stellen.

Ausdekorieren



Zum Schluss Nehmt ihr den Rest der Creme aus dem Kühlschrank und tupft sie auf den Kuchen. In die Tupfen kommen dann die erkalteten Fledermäuse - mit einem Rest der roten Glasur und einem Zahnstocher habe ich ihnen noch rote Augen gemacht.
Wer hat, kann den Kuchen dann noch mit bunten Zuckerperlen verzieren.

Fertig ist die blutige Fledermaustorte ♥

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachbacken!

Eure Tanja


1 Kommentar:

  1. WOW, die Torte sieht mehr als genial aus (und schmeckt bestimmt auch so) ! Perfekt für Halloween :)

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