Samstag, 1. November 2014

Finale: Ein Jack O'Lantern zum Vernaschen

Servus Ragazzi,

gestern war endlich Halloween und ich will euch zum Abschluss meiner Grusel-Woche noch den großen Kuchen, den ich für unsere Party gemacht habe, zeigen: Ein Jack O'Lantern zum Vernaschen ♥


Das beste daran: Jeder, der eine Guglhupf-Form besitzt, kann ihn ganz einfach nachbacken :)

Mein Jack besteht aus zwei verschiedenen Guglhupf-Kuchen, die ich zusammengesetzt und mit Fondant überzogen habe. Die Kuchen backt man am besten einen Tag vorm Zusammensetzen, damit sie richtig auskühlen können und ein bisschen fester werden. Aber Achtung: Dieser Kuchen hat's kalorientechnisch in sich - sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt ;)


Eierlikör-Guglhupf

  • Vier Eier
  • 250 Gramm Zucker
  • 250 Gramm Margarine
  • 300 Gramm Mehl
  • ein TL Zimt
  • eine Prise Salz
  • ein Päckchen Backpulver
  • 250 ml Eierlikör
Eier mit Zucker schaumig schlagen. Geschmolzene Margarine, Eierlikör, Zimt und Salz unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und unterheben. In eine gute gefettete und mit Semmelbrösel ausgestreute Form gießen und bei 200 Grad 40 bis 50 Minuten backen.

Schoko-Guglhupf

  • Vier Eier
  • 250 Gramm Zucker
  • 250 Gramm Margarine
  • 300 Gramm Mehl
  • ein TL Zimt
  • eine Prise Salz
  • ein Päckchen Backpulver
  • 50 Gramm geschmolzene Schokolade
  • ein Schuss Milch
 Eier mit Zucker schaumig schlagen. Geschmolzene Margarine, geschmolzene und leicht abgekühlte Schokolade, Zimt und Salz unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und unterheben. In eine gute gefettete und mit Semmelbrösel ausgestreute Form gießen und bei 200 Grad 40 bis 50 Minuten backen.

 Dann wird auch für den Kuchen-Jack ein bisschen geschnitzt: Ihr müsst von beiden Guglhupfen den Boden gerade abschneiden, damit die Hälften perfekt aufeinander passen. Dann stellt ihr einen Gugl auf den Kopf und setzt den anderen gerade drauf. Fertig ist die Kürbis-Form.

 Den Abschnitt schmeißt ihr nicht weg, sondern stopft ihn zerbröselt in das Loch, das die Gugls in der Mitte bilden. Das könnt ihr auch mit Buttercreme auffüllen (die verträgt sich nämlich im Gegensatz zu Sahne mit Fondant), aber die mag ich nicht. Also musste die trockene Variante her. In der Mitte einen kleinen Hügel bilden, auf dem sitzt dann nachher der schwere Fondant-Kürbis-Stiel.

 Kuchenkürbis rund herum mit Marmelade deiner Wahl einstreichen und nicht sparsam sein. Darauf klebt das Fondant bombenfest.

Marshmallow-Fondant


Ja und jetzt muss ich kurz von meiner Betty schwärmen ♥ Seit ich sie habe, geht irgendwie alles backtechnisch viel einfacher und schneller - sogar Marshmallow-Fondant, das ich früher nicht gerne gemacht habe, weil es eine unendliche Kneterei ist, man sich die Finger verbrennt und mein uraltes, aber heißgeliebtes Rührgerät regelmäßig heiß gelaufen ist beim Kneten. Das ist fast so alt wie ich und ein Erbstück meiner Mama, aber damals wurden die Sachen halt noch für die Ewigkeit gemacht  :)
Betty schafft das ohne zu meckern in zehn Minuten und färbt die Sache auch noch gleichäßig ein - ich liebe sie ♥

Fürs Marshmallow-Fondant braucht ihr:

  • 400 Gramm Marshmallows
  • ca. 1250 Gramm Puderzucker (5 Päckchen)
  • vier Esslöffel Wasser
  • Palmin Soft
Erst gebt ihr die Marshmallows in eine große Schüssel und schmelzt sie mit dem Wasser in der Mikrowelle in drei bis vier Intervallen zu je 30 Sekunden bei 600 Watt.


So sehen die Marshmallows danach aus: Sie haben ihre Form behalten, sind aber eigentlich komplett zerlaufen.

Dann gebt ihr Päckchen für Päckchen vier Päckchen Puderzucker dazu und verknetet alles erst einmal mit dem Knethaken des Handrührgeräts oder Küchenmaschine. Da könnt ihr gleich ein paar Tropfen Gel-Lebensmittelfarbe hinzugeben.

 Wenn das Fondant jetzt noch so klebrig ist, dass man es unmöglich mit den Händen weiterkneten könnte, Esslöffelweise noch Puderzucker aus dem 5. Päckchen dazugeben.
Wenn die Sache nicht mehr zu klebrig ist, aus der Schüssel kratzen, kurz mit den Händen verkneten und zu einer Kugel formen. Die Hälfte abteilen und mitteldünn und rund ausrollen.



 Ich mache das immer auf einer großen Silikonmatte, mit der kann man die Fondant-Decke gleich auf den Kuchen legen und die Matte dann abziehen. Rund herum festdrücken, unten einschlagen oder bündig abschneiden.

 Dann drückt ihr mit der Handkante den Fondant in die Vertiefungen der Guglhupfe. Das sieht dann aus wie die Rillen eines echten Kürbisses :)


Ja und dann könnt ihr euch ans Verzierenmachen. Ich habe schwarzes Fondant ausgerollt und mit einem Messer Augen, Nase und Fledermaus-Mund für eine typische Fratze ausgeschnitten und mit ein bisschen Wasser vorne aufgeklebt. Aus dem Rest habe ich schwarze Fledermäuse ausgestochen und hinten aufgeklebt. Fertig ist der Riesen-Kürbis zum Vernaschen :)

 Angeschnitten sah der Kuchen gestern so aus. Man könnte sich bestimmt noch spielen und die Teige unterschiedlich einfärben und dann als Marmorkuchen backen, aber für den ersten Versuch wollte ich auf Nummer sicher gehen dass es auch klappt.

 Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, euch eine Woche lang verschiedene Halloween-Rezepte und DIY-Tricks zu zeigen - ich hoffe, euch auch? ;) Für nächstes Jahr schwirren jedenfalls schon wieder einige Ideen in meinem Kopf rum, man darf gespannt sein.




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