Samstag, 16. August 2014

Süße Hibisküsse als Sirup, Zucker und Keks

Servus Ragazzi,

ich liebe Blumen, momentan gefallen mir die riesigen Blüten meiner "Hibisküsse" am allerbesten auf meiner Terrasse :) Aber Hibiskus ist nicht nur hübsch anzuschauen, eine Sorte kann man sogar essen - und wirklich leckere Dinge draus machen. Zum Beispiel Zucker, Sirup und Kekse. Und ich zeig euch heute, wie das geht :)


Leider kann man nicht jede Hibiskus-Blüte essen, die im Garten wächst, denn die meisten Sorten sind reine Zierpflanzen. Nur die Hibiscus sabdariffa kann getrocknet und zu Tee verarbeitet werden. In Ägypten, im Sudan und in Mexico wird sehr viel Hibiskustee getrunken. In Asien findet man die Blüten oft im Curry. Bei uns kennt man essbaren Hibiskus zum Beispiel als netten Gag im Sekt-Glas, aber auch unserem Hagebuttentee ist meistens Hibiskus beigesetzt. Er schmeckt süß und leicht säuerlich-herb - ich mag das :)

Hibiskus-Zucker



Ihr braucht:
  • 100 Gramm Zucker
  • einen Esslöffel Hibiskusblüten (ich habe im Reformhaus getrocknete Hibiskusblüten von Demeter gekauft)
  • einen Mixer mit Klingen-Einsatz
100 Gramm Zucker zusammen mit einem bis zwei Esslöffeln getrockneten Hibiskusblüten in den Mixer geben und solange häckseln, bis der Zucker leicht rosa wird und euch die Blüten klein genug sind.

Gegebenenfalls muss man den Zucker auf einem Backblech ausgebreitet ein wenig trocknen lassen, weil die Blüten ja immer noch Öle enthalten. Das geht dann auch bei 50 Grad im Backofen. Bei mir war das aber kein Problem, der Zucker ist schön krümelig geblieben.

In einem hübschen Glas ist der rosa Zucker auch ein nettes Geschenk :) Den Blüten-Aufkleber habe ich aus einem Klebe-Etikett ausgestanzt. Den Stanzer habe ich von Tchibo.

Hibiskus-Kekse 


 Für die Hibiskus-Kekse braucht ihr:
  • 150 Gramm Mehl
  • 50 Gramm Hibiskus-Zucker wie gerade beschrieben oder normalen Zucker (wenn ihr keinen Hibiskus-Zucker habt, kommen noch zwei Esslöffel fein gemahlene, getrocknete Hibiskusblüten dazu - der Tee aus dem Reformhaus, keinesfalls Blüten aus dem eigenen Garten nehmen!!)
  • 100 Gramm Butter oder Margarine
  • eine Prise gemahlene Vanille
  • einen schönen Stempel
  • einen runden Ausstecher
Mehl, Zucker und Margarine zu einem glatten Teig verkneten und über Nacht im Kühlschrank lassen, damit die Hibiskusstückchen durchziehen und etwas weicher werden.

 Teig nochmal durchkneten, etwa einen halben Zentimeter dick ausrollen und im Abstand euer Motiv einstempeln. Ich habe einen ganz normalen Silikonstempel genommen, den es kürzlich bei Tchibo gab, und vorher leicht bemehlt damit der Teig nicht klebt. Die Stempel lassen sich ganz einfach mit Spüli abwaschen.

 Dann kommt der runde Ausstecher, der natürlich etwas größer als euer Motiv sein sollte, zum Einsatz.

 Die runden Kekse werden dann bei 180 Grad etwa acht bis zehn Minuten gebacken - einfach dabei stehen bleiben und immer wieder nachsehen, die Kekse sollen keinesfalls braun werden.

Weil kein Backpulver im Teig war, sieht man das Muster auch nach dem Backen noch schön. Die Kekse schmecken süß und durch den Hibiskus leicht herb - ich finde sie lecker :)

Hibiskus-Sirup

 Für etwa 450 ml Hibiskussirup braucht ihr:
  • ein Liter Wasser
  • 250 Gramm Zucker
  • 10 Esslöffel getrocknete Hibiskusblüten (Tee von Demeter aus dem Reformhaus, keinesfalls Blüten aus dem Garten nehmen!)
Zuerst wird das Wasser mit den Blüten aufgekocht. Das Ganze etwa zehn Minuten lang weiterköcheln lassen.

 Tee durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen und den Zucker zur Flüssigkeit geben.

 Zum Kochen bringen köchelnd und auf die Hälfte einreduzieren lassen. Weil ich keine Töpfe mit Skala habe, kommt hier Trick 17: Eine Edelstahlklammer an den Topfrand klemmen bevor das Ganze zu kochen beginnt, genau auf Höhe des Kochguts. Dann seht ihr, wenn es weniger wird und könnt besser abschätzen, wann die Sache fertig ist.

 Derweil wird gebastelt: Ein Klebe-Etikett mit einem Hibiskus bestempeln (mein Stempel ist von Tchibo, derselbe den ich schon bei den Keksen verwendet habe), und draufschreiben was drin ist.

Flaschen heiß ausspülen, heißen Sirup einfüllen und abkühlen lassen. Fertig :) Der Sirup schmeckt gut gemischt mit Wasser und einigen Blättern Zitronenmelisse. Aber auch im Sekt macht er sich ganz gut.

Und hier gibt's noche in paar Hibiskus-Impressionen aus meinem Garten :)





Viel Spaß beim Nachkochen und -backen wünscht euch

La Dolce Vita :)

Kommentare:

  1. wieder mal ein absolut toller beitrag von dir, ich danke dir dafür. werde mir die nächsten tage dann auch mal die mühe machen!

    glg, heike

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    1. Danke dir fürs große Lob, liebe Heike! :) Ich bin gespannt ob dir die Kekse so gut schmecken wie mir und meiner Meute - halt mich auf dem Laufenden :)
      LG, Tanja

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