Mittwoch, 16. Juli 2014

Total verpixelt: Warum Bügelperlen auch was für große Kinder sind

Servus Ragazzi,

heute wird mal nicht gebacken, sondern gebastelt: Mit Bügelperlen. Ja genau, die kleinen, bunten, zylindrischen Teilchen mit Loch drin, die man als Kind schon (also ich zumindest) zu mehr oder weniger schönen Bildern zusammengesteckt, drübergebügelt und damit dann sämtliche Verwandte beglückt hat ;) Die hab ich neulich wieder entdeckt und konnte nicht widerstehen!



Für den Anfang hab ich verschiedene Untersetzer draus gebastelt. Seitdem gilt: Entdecke die Möglichkeiten - schließlich hat mich IKEA ja auch erst drauf gebracht ;)


Beim Möbelschweden gibt's nämlich einen Riesentopf voll Bügelperlen namens "Pyssla" und dazu noch Steckplatten in verschiedenen Formen im Set. Natürlich spottbillig, und weil ich bei Retro-Sachen, die mich noch dazu an eine schöne Zeit meiner Kindheit erinnern, nie nein sagen kann, wanderte alles für insgesamt 10 Euro in die gelbe Tasche.

Zum Glück ist da ne Anleitung dabei, denn wie heiß man das Plastik bügeln darf wusste ich wirklich nicht mehr ;) Ja und dann war erstmal farben-Sortieren angesagt. Die IKEA-Perlen sind verhältnismäßig hart und klein, am besten setzt man sie mit einer Pinzette - hab ich aber erst später rausgefunden.

Manche der Steckplatten sind schon vorgeformt, was für Kinder bestimmt sehr praktisch ist. Einfach auf jeden Dorn eine Perle stecken, bis die Form voll ist.

 Jaaa und weil ich bei meiner ersten Bügel-Aktion gleich mal die ganze Steckplatte mit angeschmolzen habe, was sie reif für den Mülleimer macht, hab ich einen Trick: Abklebeband. Das klebt, aber nicht zu stark, und wenn man ein paar Streifen davon auf das fertig gelegte Steckbild klebt. . .

 . . . kann man es ganz einfach runternehmen und alles bleibt wo es ist - auch ohne Steckplatte. Trick 17! ;)

 Das legt man dann mit der nicht-klebenden Seite nach unten auf eine stabile Unterlage, schnappt sich einen Bogen Backpapier und ein auf Baumwolle eingestelltes, heißes Bügeleisen. . .

 . . . legt das Backpapier drauf und bügelt mit leichten Bewegungen ein paar Sekunden drüber, bis alle Perlen angeschmolzen sind und sich verbunden haben.

 Alles abkühlen lassen - vielleicht ein kaltes, schweres Glas oder so draufstellen damit es sich nicht wölbt - Backpapier abziehen und fertig.

 So sieht das ganze aus, wenn man es beim Abkühlen beschwert hat.

Und so, wenn mans einfach so abkühlen lässt: es wölbt sich leicht.

Nachdem ich den Dreh raus hatte, konnte ich nicht mehr aufhören: Schließlich gibt's ja auch "erwachsene" Zwecke, für die man sowas gebrauchen kann, nicht wahr? Man muss nur lange genug suchen, und schon findet man was: Untersetzer. Kann man immer brauchen, und mit coolem Muster werden sie richtig individuell und stylish, finde ich ;) Nachfolgend zeige ich euch, was ich bisher so fabriziert habe:

Der Leo-Untersetzer


Mein Lieblingsstück, das ich selber entworfen habe! :) Allerdings hab ich mir hierfür Bügelperlen von HAMA bestellt, und zwar bei Amazon. Da gibt's ne Riesen-Farbauswahl und ein Beutel kostet ungefähr 1,50 Euro, das geht find ich. Hier hab' ich Schwarz, Hellbraun und Dunkelbraun gemischt. Weil sie weicher und größer sind als die IKEA-Perlen, würde ich sie nicht zusammen verwenden.


Natürlich geht das Leomuster auch als Herzerl :) Ebenfalls aus den HAMA-Perlen gemacht. Die wölben sich nicht beim Bügeln, riechen aber ein bisschen komisch.


Der Streifen-Untersetzer


 Ganz klassisch und passt überall dazu. Den hab ich aus den IKEA-Perlen gemacht, die schmelzen nicht so gleichmäßig wie man sieht.

Der Pepita-Untersetzer

Auch ein Lieblingsteil von mir, gemacht aus silbergrauen und weißen HAMA-Perlen. Das Muster habe ich aus einem Anleitungsbuch (ja, es gibt für ALLES ein Buch...), das ich wirklich schön gemacht finde und das tolle Vorlagen für Groß und Klein hat: Peppige Bügelperlen vom TOPP-Verlag.

Kreatives

 Man findet aber auch im Internet allerhand Ideen (Fuchs rechts), oder man denkt sich selber welche aus (Fuchs links und Eule).

 Meine allerersten Erstlingswerke, die ich auch im Internet gefunden habe: Ein Kirsch-Untersetzer (den ich ein bisschen angekokelt hab mit dem Bügeleisen, drum steht er rechts so ab *räusper*) und eine Wassermelone. Die ergibt sich von selber :) Grundsätzlich gilt aber: Zählen, zählen und nochmal zählen, wenn man ein Bild, das man gesehen hat, nachstecken will.

Eine echte Herausforderung war das kleine Bambi, das ich ungefähr in der Art auch im Internet gefunden habe. Es gibt keine Steckplatten, auf der man rumstecken kann wie man es hier brauchen würde. Entweder sie sind rund, achteckig, viereckig oder als Herz und dementsprechend sind dann die Dornen angeordnet.
Mit ein bisschen Kraft geht es zwar schon, aber dann stehen die Perlen weiter raus als die anderen und schmelzen auch mehr (sieht man am Bambi-Rücken). Leider hab ich den Trick mit dem Abklebeband erst hinterher erfahren, weil damit wär's ein Einfaches ;) Aber das wird die nächste Herausforderung, was rausgekommen ist, zeig ich euch dann.

Vielleicht hab ihr ja auch Lust auf einen Ausflug in die Kindheit? :) Wenn ja, zeigt mir doch auf meiner Facebookseite, was dabei rausgekommen ist!

Liebe Grüße,

eure LaDolceVita

Kommentare:

  1. du hast wirklich ein super blog :)
    die teile kenn ich noch von der grundschule^^


    P.S. Hast nun ein Abonnenten mehr !!!

    würde mich über dein feedback rießig freuen und über nette Stammleser :)

    mfg
    http://versuch908.blogspot.de/

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    1. Das freut mich, danke dir! :) Das Kompliment kann ich zurückgeben und du hast nun auch einen Leser mehr.
      Die Glossybox hab ich mir diese Woche auch neu abonniert und bin gespannt, was in der Ladies-Version drin ist... ;)
      LG

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  2. Na klar ist das auch was für große Kinder! Macht ja total Spaß :)
    Deine Leo Muster gefallen mir gut

    Liebe Grüße von Ella Loves

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  3. Danke dir! :) Das ist wirklich wie ne Sucht, wenn man mal angefangen hat...
    Liebe Grüße! :)

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