Sonntag, 2. Februar 2014

She wore Red Velvet....

Servus Ragazzi,

nach der ganzen Weihnachtsbackerei konnte ich jetzt ein paar Wochen keinen Kuchen mehr sehen, aber gestern hab ich dann doch den Ofen wieder angeworfen. 20 Minuten später kamen - tadaaaaa - Red-Velvet-Cupcakes wieder heraus, und die sind wirklich unglaublich gut!



Von diesem Kuchen hatte ich schon gehört, aber nirgends ein annehmbares Rezept gefunden. Diese rote Süßigkeit kommt nämlich aus den USA bzw. Kanada, dort wurde der Kuchen in den 40er Jahren erfunden. Und dass die lieben Amis mit Zucker und Co. etwas verschwenderischer umgehen, weiß man ja: In den Original "Red-Velvet-Cake" kommen je nach Rezept bis zu 600 Gramm Zucker, dazu noch ordentlich gezuckerte Buttercreme drumherum und innen rein - definitiv nix für mich.
Auch wenn mich das Experiment wirklich gereizt hat: Damals, in den 40ern, hatte wahrscheinlich eine schlaue Hausfrau herausgefunden, dass der basische "Hollandkakao" (der damals schwer zu kriegen war) in Verbindung mit Säure (Buttermilch oder - igittigittigitt - Essig) im Teig rot wird. Und schon war der "Red Velvet"- oder "Devil's Cake" erfunden.
Bis zur Erfindung der Lebensmittelfarbe klappte das mal mehr mal weniger gut, darum behalfen sich manche mit Rote-Bete-Saft (möcht ich auch nicht so gern im Kuchen haben, siehe Essig...). Aber das rote Teilchen entwickelte sich schnell zum "It-Kuchen" und war vor allem in den 50er Jahren im Eaton-Hotel ein beliebtes Dessert (sagt Wikipedia).
Wie dem auch sei, damit ist dieser Kuchen sowas von retro, und allein schon deshalb wollte ich ihn backen und hab ich mich sehr gefreut, dass im neuen Backbuch von Weight Watchers ein wirklich gutes Rezept  für Red-Velvet-Cupcakes ist - auch wenn da auf den Säure-Kakao-Effekt verzichtet und gleich mit Lebensmittelfarbe gearbeitet wird. Funktioniert ;) Da es leider nicht mein Rezept ist, kann ich es nicht genau wiedergeben an dieser Stelle. Aber ich kann sagen, was drin ist: Eier, Margarine, Zucker, Buttermilch (die hält den Kuchen feucht und macht ihn saftig), Mehl, Backpulver und eine gute Portion Lebensmittelfarbe. Ich nehme am liebsten die Pastenfarbe von Wilton, die kriegt man zum Beispiel hier.
Das Topping ist auch nicht zu verachten: Es besteht aus Puderzucker, Frischkäse und geschmolzener weißer Schokolade und schlägt Buttercreme um Welten. Zumindest nach meinem Geschmack ;)

Ja und verzieren kann man die Cupcakes auch noch: Zum Beispiel indem man den "Deckel" vorsichtig abschneidet, einen kleinen Ausstecher zur Hand nimmt (hier wars eine sternförmige Blume), eien Form aussticht, den Deckel wieder draufsetzt und Creme in das Loch füllt. Papiermanschetten kann man natürlich auch verwenden, aber am schönsten sind die kleinen Kuchen ohne, find ich.

Die kleine Kirsche ist übrigens aus Salzteig. Ja, wenn schon retro, dann richtig - und wie man damit am besten arbeitet, zeig ich euch nächstes Mal ;)



Viele grüße,
LaDolceVita

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