Samstag, 9. November 2013

Gusto auf Gugls

Servus Ragazzi,

heute habe ich meine Guglformen mal wieder aus dem Schrank geholt und mich schonmal ein ganz kleines bisschen auf Weihnachten eingestimmt - das Schmuddelwetter draußen passt ja schonmal ganz gut und bis zum ersten Advent ist es auch nicht mehr lange ;)

Herausgekommen sind dabei helle Amaretto-Gugls und dunkle Spekulatius-Gugls, teils mit und teils ohne Schokoglasur:


Ich liebe diese Mini-Guglhupfe, erfunden (oder als erste ein Rezeptbuch dazu gerausgebracht) hat Chalwa Heigl aus München, hier ist der Link zu ihrer Seite. Zwei Bücher, bei denen jeweils eine Silikon-Backmatte mit 18 Förmchen dabei ist, sind schon erschienen. Auf das dritte warte ich gerade sehnsüchtig, das müsste der Postbote am Montag bringen ;)

Die Rezepte in den Büchern sind teils ausgefallen, teils sehr gut und mit manchen komme ich gar nicht zurecht. Aber das ist wohl mit jedem Rezeptbuch so. Im Lauf der Zeit habe ich mir mein eigenes Gugl-Rezept ausgetüftelt, das eigentlich immer gelingt, die Küchlein saftig macht und das man aromatisieren kann je nach Anlass und Geschmack.
LaDolceVita's Universal-Gugls
Für 36 Gugls (zwei Backmatten) braucht ihr:

  • 120 Gramm Margarine (Deli Reform "die leichte"), zerlassen
  • 130 Gramm Puderzucker
  • zwei Eier
  • 80 Gramm geschmolzene Schokolade, hell oder dunkel je nach Geschmack
  • ODER statt der Schokolade 60 Gramm Frischkäse, wenn's weniger süß werden soll
  • 60 ml Kondensmilch (die Vierprozentige)
  • 160 Gramm Mehl
  • und dann noch Backaromen, Kakaopulver, Instant-Kaffeepulver, ausgekratzte Vanille, Liköre, Gewürze etc. - je nachdem, wie der Gugl letztlich schmecken soll.
Erst werden die Förmchen mit ein bisschen Margarine ausgestrichen und mit Mehl bestäubt, damit die Kuchen dann schön aus der Form zu kriegen sind. Den Backofen auf gut 200 Grad heizen (Ober- Unterhitze), und dann geht's schon los:
Margarine in der Mikrowelle schmelzen, ebenso die Schokolade (am besten gleich in einem Gefrierbeutel, macht den wenigsten Dreck und verschwendet nichts). Margarine mit Puderzucker aufschlagen, die zwei Eier dazugeben, die geschmolzene Schokolade (oder den Frischkäse) dazurühren und die Kondensmilch dazugeben. Wenn ihr Liköre oder Säfte verwenden wollt, ersetzt einen Teil der Kondensmilch durch die Flüssigkeit. Gewürze je nach Geschmack hinzugeben, dann erst das Mehl und alles gut verrühren. Der Teig sollte keinesfalls zu fest sein, aber auch nicht zu flüssig. Also ggf. noch ein bisschen Kondensmilch dazugeben oder Speisestärke, falls er zu flüssig ist.
Dann gebe ich den Teig immer in einen großen Gefrierbeutel und schneide die Spitze ab. So bekommt man den Teig ohne Blasen und Patzer in die Förmchen. Die Mulden werden nicht ganz voll gefüllt, denn der Teig geht auch ohne Backpulver ziemlich auf.
Mein Ofen braucht rund 12 Minuten für die Gugls, am besten nach zehn Minuten mal mit einem Zahnstocher reinstechen und schauen ob sie schon durch sind.
WICHTIG: Nach dem Backen alles gut eine halbe Stunde abkühlen lassen, sonst bröseln die Gugls aus der Form. Wenn man das Silikon anfassen kann ohne sich die Finger zu verbrennen, einfach die Förmchen umstülpen und so die Gugls herausholen.
Verzieren kann man die Gugls ganz wie man will: Mit Puderzucker, Schokolade, Zuckerguss, Streuseln - oder gar nicht. Ich überziehe sie gerne mit Schokolade, und damit das so sauber aussieht wie auf dem Foto, gibt's einen Trick:
Man nimmt eine saubere Guglform und schmilzt wieder Kuvertüre im Gefrierbeutel in der Mikrowelle (mit Back-Aromen auf Ölbasis kann man die übrigens gut aromatisieren). Dann schneidet man eine kleine Ecke ab und füllt die Mulden zur Hälfte mit der Schokolade, dreht einen Gugl hinein damit sich die Schokolade schön verteilt um ihn rum und stellt das Ganze eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Wenn alles fest ist, die Förmchen wieder umstülpen, ein Stück Küchentuch um den Gugl legen und ihn mit einem Ruck schnell abziehen, so geht nichts kaputt und es schmilzt nichts in der Hand.
 Ja und weil mich meine hellen, dunklen und schwarzen Gugls diesmal sehr an ein bestimmtes Tier erinnern, habe ich sie dementsprechend drapiert und fotografiert ;)

Ich mag die kleinen Kuchen so gern, weil sie sich gut aufheben lassen (sofern sie den Tag überleben), weil sie ein tolles Mitbringsel sind und einfach süß aussehen. Deshalb werde ich euch noch öfter zeigen, was in meiner Guglwerkstatt so entsteht ;)

Viel Spaß beim Nachbacken,

eure LaDolceVita

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